Berlin will den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Hinblick auf die Erfordernisse der wachsenden Stadt und vor dem Hintergrund der Stärkung des Umweltverbundes vorantreiben. Für die nächsten Jahre soll die Priorität dabei bei den Netzbereichen Innenstadt, Ersterschließung von Entwicklungsstandorten und Erschließung von Stadtgebieten außerhalb des Innenstadtrings mit Netzwirkung liegen.
Der Stadtentwicklungsplan Wohnen 2040 und die Richtlinien der Regierungspolitik (RdR) sehen im Ortsteil Französisch Buchholz unter anderem die Entwicklung des neuen Stadtquartiers „Alte Schäferei“ mit über 2.000, sowie der Gebiete im Bereich der Bucher Straße/Baltrumstraße mit rund 1.000–1.999 neu zu errichtenden Wohneinheiten vor. Zunächst soll das Gebiet mit einem Busvorlaufbetrieb und später durch eine Straßenbahn erschlossen werden. Zudem soll im nördlichen Bereich des Ortsteils der Gewerbestandort Buchholz Nord entwickelt werden. Der Stadtentwicklungsplan Wirtschaft 2040 weist ihm angesichts der wachsenden Wirtschaft eine hohe Priorität zu.
Diese Untersuchung erfolgt nach dem in Berlin etablierten Vorgehen. Zunächst soll durch ein spezialisiertes Planungsbüro das am besten geeignete Verkehrsmittel für den durch die Entwicklungsgebiete definierten Korridor im Buchholzer Norden ermittelt werden. Danach wird die planerisch zu bevorzugende Trassenvariante identifiziert. Sie wird abschließend mit einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung auf ihr Nutzen-Kosten-Verhältnis überprüft.
Mit der Realisierung des Vorhabens wird eine Straßenbahnverbindung geschaffen, die durch die Anbindung des nördlichen Französisch Buchholz an Versorgungszentren im näheren Umfeld eine Verbesserung innerbezirklicher Verkehrsbeziehungen darstellt.