Lass Berlin aufleben!

Titelbild: Lass Berlin aufleben. Beschreibung: Die Grafik „Lass Berlin aufleben!“ zeigt vor der gezeichneten Stadt eine Grünfläche. Fotos von Pflanzen säumen das Bild: links: Wiesensalbei, Grasnelke und Blutweiderich. Darüber fliegen eine Rote Mauerbiene und ein Aurora Falter. Rechts: sitzt ein Hauhechel-Bläuling auf einer gelben Blüte des Hornklees, daneben Wiesen-Margeriten, Natternkopf und der Blutweiderich. Am blauen Himmel eine Zwergfledermaus, eine Nachtigall singt. Zwischen den Pflanzen: eine Zauneidechse, ein Igel und ein Biber.

Berlin ist das Zuhause von ungefähr 20.000 Tier- und Pflanzenarten. In kaum einer anderen europäischen Metropole gibt es so viele Nachtigallen und Wildbienenarten oder jagen verschiedene Fledermausarten durch die Dämmerung. Dieser oft verborgene Schatz der Stadtnatur lässt sich entdecken: Zahlreiche Initiativen bieten die Möglichkeit, die Natur direkt vor der eigenen Haustür zu erleben.

Doch dieser Reichtum ist bedroht, weil Lebensräume schwinden – weltweit, aber auch hier vor Ort. Umso wichtiger ist es, aktiv zu werden. Unter dem Motto „Lass Berlin aufleben!“ rufen wir alle Berlinerinnen und Berliner dazu auf, die Stadt und ihre einzigartige Vielfalt gemeinsam zu schützen und zu fördern.

Unsichtbare Helden

Es gibt viele Berliner Arten, denen wir kaum Beachtung schenken, obwohl sie unheimlich wichtig für unser Ökosystem sind. Indem wir sie schützen, helfen wir vielen weiteren Tieren, Pflanzen und uns selbst. Diese fünf Arten zeigen, wie vielfältig unsere Stadtnatur ist:

  • Mopsfledermaus (Portrait). Nahaufnahme des Kopfes einer Mopsfledermaus vor schwarzem Hintergrund; ihr Fell ist dunkelbraun, sie hat eine mopsartige Schnauze und lederartige große Ohren. Titel „Mopsfledermaus“ und die Worte „Kammerjägerin. Nachtschwärmerin. Berlinerin.“ in hellblauer Schrift

    Mopsfledermaus (Portrait)

  • Mopsfledermaus (Info). Fliegende Mopsfledermaus vor schwarzem Hintergrund; links daneben der Titel „Die seltene Fledermaus mit der platten Nase.“ in hellblauer Schrift. Darunter der Text: Heimisch: Europaweit betrachtet, leben die meisten in Deutschland. Deshalb haben wir eine hohe Verantwortung, sie zu erhalten. Eine für alle: Schützen wir ihren Lebensraum – totholzreiche Wälder mit Altbäumen – schützen wir gleichzeitig viele andere Arten. Bedroht: Europaweit streng geschützt. Hilf mit: Reduziere künstliche Beleuchtung in der Nacht. Pflanze nachtfalterfreundliche Stauden wie z.B. Nachtkerzen – sie sind Futter für Insekten, die wiederum die Mopsfledermäuse satt machen.

    Mopsfledermaus (Info)

  • Hosenbiene (Portrait). Nahaufnahme einer Hosenbiene vor schwarzem Hintergrund; sie hat dunkle mandelförmige Facettenaugen und ist gelbbraun behaart. An den Haaren von Kopf und Vorderbeinen hängen gelbe Blütenpollen. Titel „Hosenbiene“ und die Worte „Workaholic. Feinschmeckerin. Berlinerin.“ in rosafarbener Schrift.

    Hosenbiene (Portrait)

  • Hosenbiene (Info). Auf lila Blüte einer Kratzdistel sitzt eine Hosenbiene mit langen Haarbürsten am Hinterbein und weiße Streifen auf dem Hinterleib; links daneben der Titel „Die Biene mit den spektakulären Pluderhosen“. Darunter Text: Unverwechselbar: Goldgelbe „Pluderhosen“ an den Hinterbeinen zum Pollensammeln. Baumeisterin: Gräbt bis zu 60 cm tiefe Gänge – auch zwischen Pflastersteinen. Spezialistin: Sammelt nur an Korbblütlern (z. B. Wegwarte, Habichtskraut, Kratzdistel). In Berlin kann man ihre Nester häufig in Ansammlungen zwischen Pflastersteinen finden. Hilf mit: Sandflächen und Pflasterfugen erhalten, Korbblütler pflanzen und blühende Pflanzen stehen lassen.

    Hosenbiene (Info)

  • Wilde Möhre (Portrait). Nahaufnahme der Wilden Möhre vor schwarzem Hintergrund; der verblühte Blütenstand vogelnestartig zusammengeneigt, die zahlreichen kleinen Früchte borstig behaart. Titel „Wilde Möhre“ und die Worte „Freigeist. Überlebenskünstlerin. Berlinerin.“ in gelber Schrift.

    Wilde Möhre (Portrait)

  • Wilde Möhre (Info). Zwei Blütenstängel mit weißen, flachen Blütendolden und dunkler Scheinblüte in der Mitte; links der Titel „Die ungezähmte Schwester der Möhre“. in gelber Schrift. Darunter Text: Insektenmagnet: Versorgt etwa 46 Wildbienen- und 10 Schmetterlingsarten. Sie ist Lieblingspflanze für die Raupe des Schwalbenschwanzes. Nach der Blüte rollt sich der Blütenstand zusammen. Pionierin: Wächst auf sonnig-warmen, nährstoffarmen und trockenen Standorten. Sie ist anspruchslos, robust und pflegeleicht. Trickserin: Die schwarze Scheinblüte täuscht die Anwesenheit von Insekten vor und lockt Bestäuber an.

    Wilde Möhre (Info)

  • Heldbock (Portrait). Nahaufnahme des Kopfes eines Heldbocks vor schwarzem Hintergrund; Kopf und Fühler sind schwarzbraun und runzlig. Zwischen den Beißwerkzeugen schimmert ein rostbrauner Harztropfen; Titel „Heldbock“ mit den Worten „Einzelgänger. Bauarbeiter. Berliner.“ in hellgrüner Schrift.

    Heldbock (Portrait)

  • Heldbock (Info). Heldbock an einer Eichenrinde; die Flügeldecken des schwarzbraunen Tieres schimmern rötlich. Die Fühler sind in etwa so lang wie sein Körper. Links daneben der Titel „Der größte Käfer Berlins“. in hellgrüner Schrift Darunter der Text: Imposanter Riese: Bis zu 5,5 cm lang. Biotop-Bauer: Lebt ausschließlich an Stiel- und Traubeneichen. Frisst Gänge ins Holz, in denen ca. 90 Käferarten und Kleinfledermäuse ein zu Hause finden. Bedroht: Europaweit streng geschützt. Hilf mit: Indem Du alte Eichen wertschätzt und neue pflanzt.

    Heldbock (Info)

  • Kantiger Lauch (Portrait). Nahaufnahme der hellpurpurfarbenen Blüte des Kantigen Lauchs; Die Blüten stehen in einem kugelförmigen dichten Blütenstand zusammen; Titel „Kantiger Lauch“ und die Worte „Schönling. Gastwirt. Berliner.“ in orangefarbener Schrift.

    Kantiger Lauch (Portrait)

  • Kantiger Lauch (Info). Schmetterling auf hellpurpurfarbener Blüte des Kantigen Lauchs; Der Stängel ist blattlos und nach oben hin kantig; links daneben der Titel „Überlebenskünstler zwischen Nässe und Trockenheit“. in orangefarbener Schrift. Darunter der Text: Stromtalpflanze: Wächst entlang großer Flüsse wie der Havel auf wenig bewirtschafteten Feuchtwiesen. Insektenfreundlich: Blüht von Juli bis September. Versorgt Bienen und Schmetterlinge mit Nektar. Bedroht: Extrem selten. In Berlin vom Aussterben bedroht. Schnittempfindliche, aber auf regelmäßiges Mähen konkurrierender Pflanzen angewiesen. Hilf mit: Wege nicht verlassen. Lebensraum durch richtiges Mähen erhalten.

    Kantiger Lauch (Info)

Arten erleben und schützen. Organisationen wie der NABU, die Stiftung Naturschutz Berlin, die Deutsche Wildtier Stiftung, die Grüne LIGA Berlin, der Weltacker sowie das Museum für Naturkunde, der Botanische Garten und viele andere mehr bieten regelmäßig Veranstaltungen an, bei denen man Berliner Arten und ihre Lebensräume entdecken kann. Einfach im Umweltkalender suchen oder hier hineinschauen:

  • Fledermäuse
    Wo sie wohnen, was sie brauchen und wie man sie schützt, wissen die Expertinnen und Experten des NABU.
  • Pflanzen
    Ökologisches Gärtnern beginnt auf Balkon und Hinterhof. Die Stiftung Naturschutz Berlin hat praktische Tipps.
  • Insekten
    Auf Führungen und Routen der Grünen LIGA Berlin können viele Lebensräume und Krabbeltiere entdeckt werden.
  • Wildbienen
    Wildbienen bestäuben einen Großteil unserer Nahrungspflanzen. Sie brauchen ein vielfältiges Nahrungsangebot und geeignete Nistplätze, um sich fortzupflanzen. Die Deutsche Wildtier Stiftung zeigt, wie wir ihnen helfen können und Berlin zum Blühen bringen.
  • Schmetterlinge
    Hinweise zum Kennenlernen und Beobachten von Schmetterlingen findet man auf der Seite „Das bunte Flattern“.
  • Leben im Boden
    Der Weltacker zeigt, wer unter unseren Füßen lebt.

Übrigens: Mit der kostenfreien App Actionbound kann man spannende Rallyes durch Berlin machen und dabei Wildbienen und Schmetterlinge kennenlernen.

Noch mehr Angebote zur Stadtnatur

Die Grafik „Entdecke die Vielfalt!“ zeigt eine Grünfläche im Gleisdreieck-Park. Links sitzt ein Kohlweißling auf den Blüten eines Natternkopfs, eine Brennnesselpflanze wächst bei einer Birke. Rechts saugt eine Wildbiene Nektar von einer Königskerze. Ein Hauhechel-Bläuling sitzt auf einer Rotklee-Blüte. Ein Kind betrachtet die Pflanze durch eine Lupe. Ein Rotkehlchen und ein Fuchs bevölkern die Grünfläche. Eine Frau schaut durch ein Fernglas, ein Mann im Rollstuhl zeigt auf einen Grünspecht.

Entdecke die Vielfalt! Berlins Artenvielfalt entdecken, erforschen und unterstützen

Berlin ist das Zuhause von unzähligen Tier- und Pflanzenarten. Dieses Zuhause ist jedoch bedroht und muss darum besonders geschützt werden. Hier erfahren Sie, welche Angebote die Stadt bereitstellt, um Berlinerinnen und Berlinern das Thema biologische Vielfalt näher zu bringen Weitere Informationen

Die Grafik zeigt eine gezeichnete Grünfläche vor Gebäuden und einem Firmenparkplatz, am Horizont der Berliner Fernsehturm. Auf einer Wiese Fotos von Blumen, Pflanzen und einem Mann mit Rasenmäher. Auf einer Parkbank ein Foto von drei Jugendlichen. Schmetterlinge fliegen umher, Vögel sitzen auf Bäumen. Am blauen Himmel steht in weiß auf einem orangenem Balken: ZUSAMMEN FÜR BIOLOGISCHE VIELFALT, darunter auf einem grünen Balken: Alle können mithelfen! Oben rechts in weiß auf orange: LASS BERLIN AUFLEBEN.

Alle können mithelfen!

Artenvielfalt und Natur in Berlin zu schützen, ist eine Aufgabe für uns alle. Erfahren Sie hier, welche kleinen und großen Schritte dabei helfen. Jede Maßnahme zählt! Weitere Informationen

Titelbild: Das bunte Flattern

Das bunte Flattern

Schmetterlinge sind wichtig für die Artenvielfalt. Wie Bienen sind sie nützliche Bestäuber. Hier erfahren Sie, wie Sie ohne großen Aufwand Schmetterlinge unterstützen und den Insektenschutz vorantreiben können. Zum Beispiel mit dem Projekt VielFalterGarten. Weitere Informationen

Video: Lass Berlin aufleben

Dieser Film zeigt, wie wir mit drei einfachen Schritten Berlin grüner, lebendiger und insektenfreundlicher machen – vom Balkon bis zum Kleingarten.

Video: Lass Berlin aufleben

Formate: video/youtube

  • Textbeschreibung zum Video

    Das Video beginnt mit einer stilisierten Ansicht der Stadt Berlin. Wir sehen eine Grünfläche, im Hintergrund eine Parkbank, dahinter die Stadtsilhouette. Ein Schmetterling (Kohlweißling) fliegt durch das Bild. Links und rechts im Vordergrund sind Pflanzen zu sehen. Das Video zoomt näher heran, an den Schmetterling, der vor der Parkbank vorbeifliegt. Übergang. Eine hellblaue Fläche füllt den Bildschirm, stilisiert sind ein paar Ziegel zu sehen, die eine Hauswand andeuten. Auf diesem Hintergrund erscheint in weißer Schrift auf orangener Fläche: 1. Lasst so viel Grün wie möglich sprießen.
    Auf gleichbleibendem Hintergrund erscheint nun stilisiert eine Begrünung der Wandfläche. Darin sehen wir eine nistende Amsel. Im unteren Bildrand fliegt weiterhin der Kohlweißling.
    Im nächsten Bild sehen wir stilisiert eine Grünfläche vor einem blau anmutenden Schulgebäude. Vier Kinder (fotorealistisch) sind zu sehen, die auf dem Schulhof spielen.
    Im Vordergrund ragen von allen Seiten Pflanzen ins Bild, auf einer sitzt der Kohlweißling. Die Pflanzen sind mit Texteinblendungen benannt: Schafgarbe, Löwenzahn, Natternkopf.
    Auf einem stilisierten Himmel, vor dem der Kohlweißling fliegt, erscheint die nächste Einblendung. In weißer Schrift auf orangener Fläche sehen wir: 2. Gestaltet euer Grün naturnah und insektenfreundlich!
    Der Himmel bleibt erhalten, im Vordergrund blendet sich ein stilisierter Balkon ein. In einem Pflanzkasten (links auf dem Balkongeländer) sehen wir eine Pflanze mit apricotfarbenen Blüten – dazu Text: Dahlie.
    Rechts daneben sehen wir in einem stilisierten Blumentopf eine Pflanze mit leuchtend pinkfarbenen Blüten – dazu Text: Geranie. Im Himmel über den Pflanzen fliegt der Kohlweißling.
    Als würde die Kamera nach rechts fahren, verändert sich der Hintergrund und die Berliner Stadtsilhouette (stilisiert) wird sichtbar. Im Vordergrund sehen wir zwei neue Pflanzen.
    In einem stilisierten Pflanzkasten wächst blauer Lavendel (fotorealistisch, mit Text gekennzeichnet).
    Im Lavendel sitzt der Kohlweißling. Daneben im Blumentopf wächst zart lilafarbener Thymian (mit Text gekennzeichnet). Über den Pflanzen fliegt eine Biene.
    Im nächsten Bild sehen wir wieder neuen stilisierten Himmel mit angedeutetem Hochhaus.
    Hier blendet sich Text (weiß auf orange) ein: 3. Seid ein bisschen unordentlich!
    Als nächstes sehen wir im Vordergrund eine stilisierte Kleingartenfläche. Im Hintergrund stilisierte Häuser. Im Garten sitzt ein Kind mit gelber Regenkleidung vor einem Beet. Darin wächst Rucola (mit Text gekennzeichnet).
    Im Vordergrund links wächst Brennnessel ins Bild (mit Text gekennzeichnet). In ihr sitzt eine Raupe. Der Text daneben zeigt: Tagpfauenauge. Links oben schwebt der Kohlweißling durchs Bild.
    Als würde sich die Kamera leicht nach rechts bewegen sehen wir einen weiteren Teil des Gartens. Das Beet ist nun links am Rand. Ein neuer Text erscheint: Kapuzinerkresse. Rechts im Bild ist ein Zweig einer Johannisbeere. Auf ihm sitzt ein Rotkehlchen (mit Text gekennzeichnet).
    Unten im Vordergrund wächst Rotklee (mit Text gekennzeichnet). Über ihm schweben zwei blaue Falter. Der Text zeigt: Hauhechelbläuling.
    Im Hintergrund wässert eine Frau mit Gartenschlauch den Garten.
    Im nächsten Bild springen wir nah ran an folgende Szene:
    Vor stilisiertem Gartenhintergrund sehen wir: eine Harke, einen Igel in einem Laubhaufen und im Vordergrund eine Pflanze, in der ein Vogel sitzt. Durch Texteinblendungen erfahren wir: Die Pflanze ist eine Distel. Der Vogel ist ein Stieglitz.
    Im letzten Bild sehen wir den gleichen Hintergrund wie am Anfang: eine stilisierte Grünfläche in der Stadt mit Stadtsilhouette in der Ferne. Von allen Seiten ragen jetzt aber Pflanzen mit bunten Blüten ins Bild.
    In weißem Text auf orange steht zentral oben im Bild: LASS BERLIN AUFLEBEN! Zwischen den Buchstaben sitzt der Kohlweißling. Auf grüner Fläche steht in weißen Buchstaben direkt darunter: berlin.de/lass-berlin-aufleben
    Oben rechts in der Ecke erscheint das Logo des Berliner Senats: ein rotes B in weißem Kasten neben dem schwarzen Berliner Bären in weißem Kasten.

    Herausgeber: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

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Abteilung Naturschutz und Stadtgrün
Referat Naturschutz, Landschaftsplanung und Forstwesen