Mit den ökologischen und gesundheitlichen Folgen tierbasierter Ernährung befasst sich das 25. Berliner Online-Tierschutzforum am Dienstag, den 18. April 2023 um 19 Uhr

Pressemitteilung vom 17.04.2023

Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein

Unsere Ernährungsweise beeinflusst nicht nur unsere eigene Gesundheit, sondern auch die Gesundheit unseres Planeten. Im Gegensatz zur vieldiskutierten Energiewende wird der Zusammenhang zwischen Tierkonsum, Klimawandel und Gesundheit kaum diskutiert. Eine neue Untersuchung 1 bestätigt, dass die mediale Berichterstattung über den Klimawandel die Auswirkungen der Nutztierhaltung herunterspielt oder gar nicht erst erwähnt. Umfragen zeigen einen Mangel an Wissen über die Umweltschäden, die durch den Verzehr von Fleisch und Tierprodukten verursacht werden. Trotz eines wachsenden Angebots an Fleischalternativen bleibt der Einfluss der Fleischindustrie auf die Politik ungebrochen. Das bestätigt exemplarisch der kürzlich veröffentlichte Bericht des zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel (IPCC) 2 der Vereinten Nationen. Der IPCC-Bericht hatte zunächst eine Umstellung auf pflanzliche Ernährung gefordert, da die pflanzliche Ernährung die Treibhausgasemissionen um bis zu 50 % im Vergleich zur durchschnittlichen emissionsintensiven westlichen Ernährung reduzieren könne. In der veröffentlichten Version findet man diese Empfehlung jedoch nicht mehr. 3 Daran zeigt sich ein massiver Lobbyeinfluss. 4

„Diese Manipulationen in der Berichterstattung verleiten dazu, dass wir nicht ausreichend gegen den fortschreitenden Klimawandel vorgehen, was unsägliches Leid für Mensch und Tier zur Folge haben wird. Vielen Menschen ist nach wie vor nicht klar, dass wir eine Agrar- und Ernährungswende brauchen, um unsere Klimaziele zu erreichen und unsere Überlebenschancen auf diesem Planeten zu sichern“, so die Berliner Landestierschutzbeauftragte Dr. Kathrin Herrmann.
Es ist elementar wichtig, informiert zu sein über die Möglichkeiten, einen Beitrag gegen den Klimawandel und für die eigene und die planetare Gesundheit zu leisten. Seien Sie deshalb am Dienstag, den 18. April 2023 um 19 Uhr dabei, wenn Dr. Lisa Pörtner im Berliner Online-Tierschutzforum den Zusammenhang zwischen Ernährung, menschlicher Gesundheit und planetarer Gesundheit aufzeigen wird. Dr. med. Lisa Pörtner ist Fachärztin für Innere Medizin mit Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin und Geriatrie. Sie ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe „Klimawandel und Gesundheit“ der Charité und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung tätig und forscht dort zu gesunder und nachhaltiger Verpflegung an Gesundheitseinrichtungen. Zudem ist sie bei der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG e.V.) zuständig für den Bereich „Ernährung und Planetary Health“. „Eine Ernährungstransformation ist einer der wichtigsten Hebel, um individuelle und planetare Gesundheit zu schützen und so eine nachhaltige und gesunde Zukunft für alle Menschen zu gewährleisten“, so die Ärztin und Wissenschaftlerin Dr. Pörtner.

Weitere Informationen und kostenfreie Anmeldung zum 25. Berliner Online-Tierschutzforum:
https://www.berlin.de/lb/tierschutz/tierschutzforum/artikel.1300583.php

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Kathrin Herrmann, Landestierschutzbeauftragte
Tel: +49 30 902547609
E-Mail: kathrin.herrmann@senumvk.berlin.de

1 https://madrebrava.org/insight/people-don-t-see-industrial-meat-as-a-key-cause-of-global-warming-poll
2 Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimawandel (IPCC) ist ein zwischenstaatliches Gremium der Vereinten Nationen, das für die verbesserte Verbreitung der wissenschaftlichen Erkenntnisse über den anthropogenen Klimawandel zuständig ist.
3 https://www.ipcc.ch/report/sixth-assessment-report-cycle/
4 https://qz.com/ipcc-report-on-climate-change-meat-industry-1850261179?utm_source=YPL&fbclid=IwAR3oyITDVz_PoR8y9SXYxHtYB4RbuqlxUwy8d_sItswIapLdjBFhtuwTIIw