Mehrwegvorzeigeprojekt geht in die zweite Runde - mit Beratungsangebot und finanzieller Unterstützung für Gastronomiebetriebe

Pressemitteilung Nr. 192 vom 05.09.2023

„Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg verfolgt seit 2019 eine Zero-Waste-Strategie, denn der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht! Unter dem Motto “Gemeinsam Mehrweg zum neuen Standard machen” geht das Projekt Frag nach Mehrweg daher nun in eine neue Phase! Mit Beratungsangeboten für die Gastronomie und einer finanziellen Prämie für Mehrweg-Aktionen fördern wir Mehrweg und wirken der Vermüllung im öffentlichen Raum entgegen.“ Clara Herrmann, Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg.

Ab sofort und bis zum 31.10.2023 können sich im Bezirk ansässige gastronomische Betriebe unabhängig von Größe und Anzahl der Mitarbeitenden unter https://fragnachmehrweg.berlin/ für die Teilnahme anmelden.

Die Beratung umfasst Themen wie gesetzliche Regelungen, Etablierung von Mehrwegsystemen, Öffentlichkeitsarbeit u.v.m. Zusätzlich werden Betriebe finanziell unterstützt, wenn sie Maßnahmen wie beispielsweise Rabattaktionen umsetzen. Weitere Informationen finden sich hier.

Im Rahmen des Projekts findet außerdem am Freitag, 15.09.2023 von 15 bis 18 Uhr ein Clean-Up-Day im Volkspark Friedrichshain statt. Bürgerinnen und Bürger haben beim gemeinsamen Müllsammeln die Möglichkeit, sich vor Ort zu informieren, wie sie als Endverbraucher*innen Mehrweg nutzen und somit Einwegverpackungen einsparen können. Das Clean-Up-Event ist Teil einer ganzen Eventreihe anlässlich des World Clean-Up-Day Berlin 2023, der von wirBERLIN veranstaltet wird.

Hintergrund:

Alleine in Deutschland werden pro Jahr 3 Milliarden Kaltgetränkebecher, 2,8 Milliarden Heißgetränkebecher sowie 4,3 Milliarden Essensboxen verbraucht. Zusammen mit weiteren Einwegprodukten belasten diese Wegwerfprodukte das Klima mit 830.000 Tonnen CO2. Durch den Umstieg von Einweg auf Mehrweg könnten hingegen 490.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Bisherige bundespolitische Maßnahmen, wie die seit 3. Juli 2021 in Kraft getretene Einwegkunststoffverbotsverordnung (EWKVerbotsV) sowie die seit 1. Januar 2023 geltende Mehrwegangebotspflicht, konnten bisher jedoch nicht zu einer ausreichenden Verringerung des Verbrauchs dieser Einwegverpackungen beitragen.
Aus diesem Grund werden Maßnahmen zur Eindämmung der Müllflut auch auf bezirklicher Ebene umgesetzt.

Die Kampagne Frag nach Mehrweg wurde im Jahr 2022 durch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg initiiert. Nun wird es im Rahmen des Projekts “Förderung der Mehrwegnutzung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg” weitergeführt. Die Finanzierung erfolgt über Mittel aus dem Aktionsprogramm Saubere Stadt. Die Umsetzung und Durchführung liegt beim Zero Waste Verein Berlin.

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