Das Gebiet wird zu einem gemischt genutzten Quartier entwickelt. Die modernen Produktionshallen im nördlichen Teil des Plangebiets und das traditionsreiche Dynamowerk südlich der Nonnendammallee werden ihre industriellen Nutzungen behalten. Darüber hinaus sind neue Nutzungen aus Gewerbe, Forschung und Lehre, Beherbergung und sozialer Infrastruktur geplant. Auch bis zu 3.750 Wohnungen sollen entstehen, wovon 30 % mietpreis- und belegungsgebunden sind. Die zentral gelegenen Denkmale – das Verwaltungsgebäude, das Schaltwerkhochhaus und die Schaltwerkhallen – werden weiterhin das Stadtbild prägen und mit neuen Nutzungen belegt.
Auf einem Grundstück zwischen der Siemensbahn und der Straße am Schaltwerk ist eine 4-zügige Grundschule geplant. Neben zwei Kitas soll im Quartier ein neuer sozialer Treffpunkt entstehen, der Raum für eine Jugendfreizeitstätte, einen Seniorenclub, eine Stadtteilbibliothek und ein Familienzentrum bietet.
Prägend für den neuen Stadtteil ist der zentrale Boulevard, der zusammen mit einer Reihe von Stadtplätzen das Gebiet in Ost-West-Richtung durchzieht. Die Struktur wird durch eine Abfolge von stadträumlichen Freiflächen ergänzt, die u.a. der Erholung, der Regenwasserbewirtschaftung und der Erschließung dienen. Die zentral gelegenen Freiflächen bieten eine hohe Aufenthaltsqualität und sind vor Lärm aus Industrie und Verkehr geschützt. Gleichzeitig stärken sie die Orientierung und die Lagequalität der neuen Wohn- und Arbeitsbereiche.
Siemens strebt hohe Nachhaltigkeitsziele an. Das Neue Stadtquartier Siemensstadt Square wird CO2-neutral im Betrieb. Zur Erreichung dieses Ziels errichtet Siemens nach eigenen Angaben Europas größten Abwasserwärmetauscher. Zudem wird für das Projekt ein innovatives Regenwassermanagement entwickelt.
Das Neue Stadtquartier Siemensstadt Square ist als autoarmes Quartier geplant, in dem Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende und der öffentliche Personennahverkehr den Vorrang haben. Die Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn ab 2029 wird einen wesentlichen Beitrag für die ÖPNV-Anbindung leisten. Das Quartier soll frei von Durchgangsverkehr bleiben. Autoverkehr ist zur Anlieferung, zur Ver- und Entsorgung und für die Anbindung der Quartiersgaragen / Mobilitätsstationen möglich.