Wärmewende

Wärmewende im Bezirk – Klimaschutz vor Ort

Die Wärmewende beschreibt den Weg hin zu einer nachhaltigen Wärmeversorgung und ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität. In Berlin ist der planerische Rahmen durch den 2026 zu veröffentlichenden Berliner Wärmeplan (nach §4 WPG) gegeben. Die Bezirksverwaltungen sind maßgebliche Akteure für die Umsetzung der gesamtstädtischen Wärmeplanung SenMVKU 2026. Ein wichtiger Handlungsspielraum findet sich in der Koordination und Beteiligung lokaler Akteure sowie in der Mitwirkung bei der Entwicklung dezentraler Lösungen und (kalter) Nahwärmenetze auf Quartiersebene für eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Dabei können bezirkliche Liegenschaften wie Schulen oder Verwaltungsgebäude als mögliche Ankerkunden und sogenannte Keimzelle eines Netzes eine wichtige Rolle spielen.

Warum ist die Wärmewende so wichtig?

Rund ein Drittel der CO₂-Emissionen in Berlin entsteht durch die Beheizung von Gebäuden und die Warmwasserbereitung. Der Gebäudesektor spielt daher eine Schlüsselrolle für den Klimaschutz. Neben der Umstellung der Wärmeversorgung sind energetische Sanierungen, wie zum Beispiel die Dämmung des Dachs und der Fassade oder die Erneuerung von Fenstern, essenziell für den Klimaschutz.

Ein wichtiger Aspekt der Wärmewende ist die soziale Verträglichkeit: Klimaschutzmaßnahmen dürfen nicht zu unverhältnismäßigen Belastungen für Mieter_innen führen. Förderprogramme unterstützen daher Eigentümer_innen bei Investitionen in klimafreundliche Technik und Effizienzmaßnahmen. In sozialen Erhaltungsgebieten (Milieuschutzgebieten) werden Modernisierungsvorhaben zudem sorgfältig geprüft, um Verdrängung zu vermeiden.

Logo_WaermSchoeN_final

Die Wärmewende im Schöneberger Norden im Forschungsprojekt WärmSchöN

Entwicklung von Blaupausen zur Umsetzung der Wärmeplanung im Quartier im Zusammenspiel von Bezirk, Land und lokalen Akteuren vor Ort am Beispiel des Gebiets „Schöneberger Norden" Weitere Informationen

Neue Mitte Tempelhof

Neue Mitte Tempelhof

Rund um das Rathaus entsteht ein neues Stadtquartier mit mehr Kultur- und Bildungsangeboten, öffentlichen Dienstleistungen und zusätzlichem Wohnraum. Weitere Informationen

Marienpark

Marienpark

Im Marienpark – auf dem ehemaligen Gelände einer GASAG Gasanstalt – entsteht heute ein modernes Gewerbequartier. Eines der Neubauten ist ein Rechenzentrum von NTT, das gleichzeitig zur Wärmeversorgung der umgebenden Bürogebäude dienen soll. Weitere Informationen

Bessemerstrasse

Bessemerstraße

Im Gewerbegebiet Bessemerstraße entsteht derzeit ein integriertes Klimaschutzkonzept, das Wege aufzeigt, wie Energieeffizienz, erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und klimaresiliente Freiräume künftig zusammenspielen können. Weitere Informationen

Kontakt

Beauftragte für Klimaschutz und Klimaanpassung

Charmaine Reith