Berlin in drei Stunden

  • Seifenblase am Potsdamer Platz

    Bei Touristen sehr beliebt: der Potsdamer Platz

  • Bundeskanzleramt in Berlin

    Bundeskanzleramt in Berlin

  • Sony Center

    Sony Center

  • Holocaust-Mahnmal

    Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin, auch Holocaust-Mahnmal genannt

Nur auf Durchreise in Berlin? Diese dreistündige Tour zeigt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins. Start- und Zielpunkt ist der Hauptbahnhof.

Tourverlauf: Vom Berliner Hauptbahnhof geht es durch das Regierungsviertel zum Brandenburger Tor, vorbei am Holocaust-Mahnmal bis zum Potsdamer Platz. Zurück zum Hauptbahnhof geht es minutenschnell mit Bus oder Taxi.

Dauer: Ca. 3 Stunden, zu Fuß und mit dem Bus
Start-und Zielpunkt ist der Hauptbahnhof

Vom Hauptbahnhof zum Kanzleramt

Bundeskanzleramt

Das Bundeskanzleramt mit der Eisenskulptur des baskischen Bildhauers Eduardo Chillida in Berlin.

Die Tour startet am Berliner Hauptbahnhof. Wenden Sie sich in Richtung Spree und überqueren Sie die Gustav-Heinemann Brücke. Nach ca. 200 Metern kommt das Bundeskanzleramt auf der rechten Seite. "Die Waschmaschine", wie das Gebäude in Berlin wegen seiner Architektur gern genannt wird, wurde im Jahr 2001 fertiggestellt. In ihm befinden sich Büros und Arbeitsräume der Bundeskanzlerin. Was von vorn nicht ersichtlich ist: Das Grundstück ist mit Hubschrauberlandeplatz und Kanzlerpark 7000 Quadratmeter groß. Laut Wikipedia ist das Kanzleramt sogar eines der größten Regierungs-Hauptquartiere der Welt und soll achtmal größer sein als das Weiße Haus in Washington.

Vom Kanzleramt zum Reichstag

Reichstagsgebäude

Dem Kanzleramt schräg gegenüber steht in einiger Entfernung der Reichstag, die gläserne Kuppel ist gut zu erkennen. Ein spontaner Besuch der Kuppel ist leider nicht möglich, denn dafür ist eine vorherige Anmeldung nötig. Aber ein Foto unter dem Giebel mit der berühmten Widmung „Dem deutschen Volke“ kann jeder ohne Anmeldung knipsen. Der Reichstag wurde 1884 bis 1894 für den Reichstag des Deutschen Kaiserreiches erbaut. Während der deutschen Teilung lag das Gebäude wie in einem Dornröschenschlaf, nach der Wiedervereinigung wurde daraus der Sitz des deutschen Bundestages. Das moderne, lang gezogene Gebäude links neben dem Reichstag ist das Paul-Löbe-Haus, in dem die Abgeordneten ihre Büros haben.

Vom Reichstag zum Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor im Sommer

Nachdem man den Reichstag einmal umrundet hat - am Ufer der Spree gibt es hier einiges zu sehen - führt die Tour weiter zum Brandenburger Tor, das nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Das Brandenburger Tor, von 1788 bis 1791 erbaut, ist Symbol für die deutsche Einheit und die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Auf dem Brandenburger Tor thront die Skulptur eines vierspännigen Wagens, einer sogenannten Quadriga. An den Zügeln steht die Friedensgöttin Eirene. Die Skulptur wurde im Jahr 1814 von Napoleons Truppen demontiert und nach Paris entführt. Acht Jahre später gelang es der preußischen Armee, sie zurückzuerobern. Aus der ursprünglichen Friedensgöttin ist so die Siegesgöttin Viktoria geworden. Sollte Sie den Spaziergang am Abend unternehmen, können Sie das Brandenburger Tor hübsch beleuchtet erleben.

Vom Brandenburger Tor zum Holocaust-Mahnmal

Holocaust-Mahnmal

Vom Brandenburger Tor verläuft die Tour weiter Richtung Süden zum Potsdamer Platz, dessen Skyline schon zum Greifen nah erscheint. Dabei passiert man die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, dahinter beginnt schon von Weitem sichtbar, das Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals. Das Holocaust-Mahnmal wurde 2005 eingeweiht und fordert dazu auf, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Betritt man die 13.100 Quadratmeter große Bodenfläche mit den 2711 Betonstelen und geht auf den engen Wegen zwischen den Stelen hindurch, stellt sich schnell ein Gefühl von Verlorenheit und Bedrohung ein. Gefühle, die viele Menschen während der Nazi-Herrschaft erleiden mussten, vor allem jüdische Mitbürger, an deren massenweise Ermordung das Mahnmal erinnert. Der unter dem südöstlichen Ende des Stelenfelds gelegene "Ort der Information" dokumentiert die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden.

Vom Holocaust-Mahnmal zum Potsdamer Platz

Mauerreste

Potsdamer Platz

Hochhäuser am Potsdamer Platz

Krieg, Mauerbau und Teilung hatten vom alten Potsdamer Platz nichts übrig gelassen, inzwischen ist auf der einstigen Brache ein modernes Großstadtzentrum entstanden. Der Potsdamer Platz ist alljährlich das Zentrum der Filmfestspiele Berlinale und auf dem Mittelstreifen der Straße, die durch den Platz führt, befindet sich der "Boulevard der Stars", der deutsche Filmschaffende ehrt; auch die Deutsche Kinemathek ist nicht weit entfernt. Eine atemberaubende Aussicht hat man von der Aussichtsterrasse auf dem Kollhoff-Tower. Der schnellste Fahrstuhl Europas bringt einen in nur 20 Sekunden auf die Panorama-Point-Dachterrasse.

Das Center am Potsdamer Platz (ehem. Sony Center)

Sony Center in Berlin

Die Sonnensegel des Sony Centers in Berlin leuchten vor strahlend blauem Himmel.

Das Ende der Tour ist zugleich einer der Höhepunkte: Das Center (ehem. Sony Center) mit seinem zeltartigen Dach, das die Skyline des Potsdamer Platzes prägt. Die Stahlkonstruktion schwebt wie ein riesiger Regenschirm über einer "Piazza" mit Brunnenanlage, Kinos, Läden und Restaurants. Ein idealer Platz, um das moderne Berlin bei einer Tasse Kaffee auf sich wirken zu lassen. Hier endet die Tour, zurück zum Hauptbahnhof gelangt man schnell mit Bus oder Taxi.

Zurück zum Hauptbahnhof

Hauptbahnhof

Hauptbahnhof Berlin.

Wer mit dem Bus zurückfahren möchte, geht am besten zum S+U-Bahnhof Potsdamer Platz, von dort fährt der Bus M41 in rund sieben Minuten direkt zum Hauptbahnhof. Ein Taxi braucht kaum fünf Minuten, den Fahrer allerdings bitten, durch den Tiergarten-Tunnel zu fahren.

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Quelle: BerlinOnline

Aktualisierung: 6. September 2023