Villa und Garten Harteneck

Villa Harteneck, 21.7.2009

Villa Harteneck

Bau- und Gartendenkmal
Die Villa Harteneck und ihr Garten mit Brunnenanlage stehen unter Denkmalschutz, der Park ist öffentlich zugänglich. Auf einer Informationstafel am Eingang Douglasstraße 7-9 ist ihre Geschichte nachlesbar.
Adolf Wollenberg baute die Villa 1910 bis 1912 für den Chemiefabrikanten Carl Harteneck. In der NS-Zeit war hier der Privatwohnsitz von Admiral Canaris.
Das Wilmersdorfer Gartenbauamt restaurierte 1985 in Zusammenarbeit mit der Gartendenkmalpflege den Garten und machte ihn als öffentlichen Park zugänglich, während das Haus in Privatbesitz blieb. Inzwischen residiert hier eine Einrichtungsfirma.
An die Südfassade des Hauses, deren Mittelteil an die offenen Arkaden antiker Architekturen erinnert, schließt sich ein geometrisches, gestuftes Rasenparterre mit Fontänenbecken an. Der Villa gegenüber begrenzt eine steinerne Pergola die Rasenfläche.

Park der Villa Harteneck, 21.7.2009.

Park der Villa Harteneck.

Im Kontrast dazu steht der zur Fontanestraße hin abfallende landschaftlich gestaltete Gartenteil mit altem Wald- und Parkbaumbestand. Der Garten der Villa gehört zu den wenigen, heute noch fast vollständig erhaltenen Anlagen in der Villenkolonie Grunewald. Den ursprünglich dreiteiligen Garten gestaltete der Architekt abhängig von der jeweiligen Nutzung. Der Erwerbsgarten, ein Küchengarten mit Treibhäusern, ist nicht erhalten. Der Park ist Teil des bezirklichen Uferwanderweg-Konzeptes. Vom Dianasee aus gibt es einen Zugang über die Fontanestraße.

Literatur:
Glücklich, Wilma: Gärten in der Villenkolonie, in: H. Gläser und K.-H. Metzger, 100 Jahre Villenkolonie Grunewald 1889-1989, Berlin 1993